| Der
südindischen Musik liegt die menschliche
Stimme zugrunde. Sie dient zur Vermittlung von
Melodie, Melismatik, Rhythmus und Ausdruck (Bhava).
Es gibt somit keine Abgrenzung zwischen gesanglichem
und instrumentalem Musizieren.
Die tiefere Bedeutung des traditionellen südindischen
Gesangs besteht darin, melodisch zu erfreuen,
das Herz zu berühren, den Geist zu klären
und psychischen Stress zu beseitigen. Daraus resultiert
ein gesundes Nervensystem und höhere Lebensqualität.
Die religiösen und philosophischen Inhalte
dieser Musik sind jedoch Hilfen zur Veranschaulichung
von Idealen, nach denen der Einzelne strebt, keineswegs
aber verbindliche Glaubensinhalte wie etwa in
der europäischen Tradition.
Es gibt eine jahrtausend alte Tradition, die in
der südindischen Musik kontinuierlich fortlebt.
Sie geht auf heilige Schriften wie die Veden und
Upanishaden sowie auf anonyme Weise (Rishis) und
heilige Musiker wie die Nayanmars, Alvars, Jayadeva,
Tiruvalluvar, Kabir, Mira Bai, Purandara Dasa
und ganz besonders Tyagaraja (1767-1847) zurück.
Sie verkündeten die Einsicht, dass gute Musik
der Schlüssel zur Selbstfindung und damit
Erlösung des Individuums von seinen inneren
und äußeren Konflikten ist. Von diesen
Heiligen nimmt Purandara Dasa eine Sonderstellung
ein, da er das heute noch gültige Lehrsystem
der südindisch Klassischen Musik eingeführt
hat.
Der Kurs besteht aus einer traditionellen
Gesangsausbildung in Karnatischer Musik. Die indische
Gesangsausbildung wird, um die richtige Aussprache
zu gewährleisten, zusammen mit einem Indischen
Sprachkurs begonnen. Erweiterte Studien in Musik
und Nattuvangamtraining (Bühnenbegleitung)
sind möglich. Neue Anfängerkurse beginnen
jederzeit. Die Kurszeiten werden bei Kursbeginn
festgelegt.
Die Akademie bietet:
- Einzelunterricht in Musik
- Vertiefungen in das Studium der Musiktheorie
- Kombinierte Kurse und erweiterte Studien in
Musik und Sprache
- Angepasste Kurse an individuelle Möglichkeiten
und Bedürfnisse
- Intensiv und Block-Seminare exklusiv in der
Academia
Venezia
| Inhalt: |
didaktische
Kompositionen (Alankâram,
Svarajati, Varnam)
Talas und Ragas (verschiedene
Rhythmuszyklen und Tonmodi)
einfache Lieder (Gîtam,
Padam, Kîrtanam)
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